„Libanon – neuer Sinn“

„Libanon – neuer Sinn“ – das ist der Titel unserer neuen Ausstellung im Lichthof der Volkshochschule Delmenhorst. In der Zeit vom 18. Mai 2018 bis 31. Juli 2018 präsentieren wir Werke der Künstler Hans Münch und Heiner Geldmacher:

·         Vernissage: Freitag, 18.05.2018, 18.00 Uhr

·         Begrüßung: Martin Westphal, Geschäftsführer der VHS Delmenhorst

·         Einführung in die Ausstellung: Charlotte Münch

·         Ausstellungsort: VHS Delmenhorst – Lichthof, Am Turbinenhaus 11, 27749 Delmenhorst

Anbei einige Informationen im Voraus zu den Künstlern und der gemeinsamen Ausstellungsidee:

Der Maler – alles mit links!

Heiner Geldmacher ist 72 Jahre alt. Er kommt aus Röhndorf bei Bad Honnef, wo er mit seiner Frau wohnt. Er ist Diplomkaufmann von Beruf und war jahrelang Geschäftsführer seines international tätigen Unternehmens. Er war viel unterwegs, seine Firma hatte Büros in Frankreich und China. Im Jahr 2000 erlitt er einen Schlaganfall. Drei Jahre danach griff er zu seiner alten Leidenschaft auf, dem Malen. Neben dem Ausdrücken eigener Ideen, lässt er sich gern von Impressionisten, Expressionisten, Kubisten sowie Malern der Moderne inspirieren. Das Sprechen fällt ihm heute noch schwer. Da er rechtseitig gelähmt ist, malt er ausschließlich mit der linken Hand.

Der Fotograf – alles im Blick!

Hans Münch ist 68 Jahre alt. Seit einigen Jahren wohnt er gemeinsam mit seiner Frau in Delmenhorst. Er ist oft und gern mit seinem Fahrrad unterwegs, immer auf der Suche nach neuen Fotomotiven.

Von Beruf ist er Foto-Ingenieur. In seinem früheren Leben war er als Filmdramaturg, Medienproduzent für Industrie und Institutionen und Event-Designer höchst erfolgreich. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er auch den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis.

Im August 2011 hatte er eine schwere Gehirnblutung und während der Not-OP einen heftigen Schlaganfall. Über zwei Jahre konnte er nicht sprechen, das Lesen klappt seit drei Jahren wieder, schreiben kann er seit einem Jahr. Er brauchte lange, um sein neues Leben annehmen zu können. Heute sagt er: „Alles ist gut, was passiert ist! Denn dadurch habe ich zu meiner wahren Aufgabe gefunden – Menschen mit ähnlichem Schicksal zu helfen, nicht aufzugeben und für ihr Leben einen neuen Sinn zu suchen.

Heiner Geldmacher hat er 2011 in der Reha kennengelernt, seitdem machen sie zu unterschiedlichen Themen gemeinsame Ausstellungen in ganz Deutschland.

Die Ausstellungsidee

Im Zentrum der Ausstellung steht die Trilogie. Als sich beide Künstler 2011 in der Reha kennenlernten, hatte Charlotte Münch, die Ehefrau von Herrn Münch, die wegbereitende Idee: Das Abbilden desselben Motivs aus zweierlei Blickwinkeln, und zwar dem des Fotografen und dem des Malers. Heiner Geldmacher erweiterte diesen Gedanken um ein drittes Element: das übermalte Foto.

So sind in der Ausstellung immer drei Werke nebeneinander zu sehen, die durch das Motiv verbunden sind und dennoch sehr unterschiedlich auf den Betrachter wirken.

Warum das Ausstellungsthema Libanon?

Mit dem Thema Libanon werden meist Bürgerkrieg von einst und Flüchtlingselend von heute assoziiert. Doch dass sich dort die ältesten kontinuierlich bewohnten Orte der Menschen befinden, das Alphabet und die Glasbläserkunst entwickelt wurden, welche Bedeutung das Land für die Mathematik, den Handel und die Seefahrt hat, dass in jenem Teil des Heiligen Landes 18 anerkannte Religionen koexistieren und seit über 5000 Jahren Weinbau betrieben wird, ist so gut wie unbekannt. Seitdem ein beruflicher Auftrag Hans Münch 1995 erstmals in den Libanon führte, bereiste er das kleine Land über 20 Mal – fasziniert von der einzigartigen Geschichte, der jahrtausendalten Kultur, atemberaubend schönen Landschaften und der beeindruckenden Gastfreundschaft der Menschen. Diese Ausstellung soll einen Eindruck vermitteln, weswegen der Libanon als „Schweiz des Nahen Ostens“ bezeichnet wird.