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21B5312 Gifte im Staub - die unterschätzte Gefahr (2G-Veranstaltung)

Beginn Fr., 26.11.2021, 18:00 - 20:15 Uhr
Kursgebühr ab 7 TN 9,00 € / 0 TN 0,00 € / 0 TN 0,00 €
Dauer 1 x
Kursleitung Gary Zörner
Renate Seyfert

Menschen brauchen eine gesunde Umgebung zum Wohnen und Arbeiten sowie zum Leben und Wohlfühlen.
Eine Vielzahl von eher schwerflüchtigen Schadstoffen lagert sich in Gebäuden im Wesentlichen an den Staubpartikeln an. Mit einer Analyse lässt sich aufzeigen, ob Holzschutzmittel, Flammschutzmittel, Weichmacher, PAK, PCB, Schädlingsbekämpfungsmittel, Schwermetalle usw. vorhanden sind. Lafu führt die Inspektionen vor Ort mit verschiedenen Messungen und mit der Probenahme durch. Die Untersuchungsergebnisse werden in Gutachten mit Bewertung, Handlungs- und Sanierungsempfehlungen verarbeitet.
Um den Sachverständigen Hilfestellungen zur Durchführung und Bewertung von Staubuntersuchungen zu bieten, hat die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute (Lafu ist seit 28 Jahren aktives Mitglied) den AGÖF-Leitfaden für Hausstaubuntersuchungen erarbeitet und am 04.03.2021 veröffentlicht.
Zu den Autoren gehören vom Lafu-Team Frau Dipl.-Ing. Renate Seyfert und Lafu-Chef Gary Zörner.
Die im Hausstaub ermittelten Konzentrationen können als Indikator für die Belastung des Innenraumes mit Schadstoffen betrachtet werden. Mit der Aufnahme von Hausstaub durch die Raumnutzer gelangen Schadstoffe in den Organismus, die sich an und in den Staubpartikeln befinden.
Babys und Kleinkinder sind in vielerlei Hinsicht vermehrt betroffen. Sie befinden sich näher am Boden und nehmen den abgelagerten Staub eher durch Einatmen und auch durch Hand- und Mundkontakt mit Spielzeugen auf. Durch ihren erhöhten Stoffwechsel und die vergleichsweise größere Hautoberfläche in Bezug auf das Körpergewicht sind sie für toxische Wirkungen von Umweltschadstoffen empfindlicher als Erwachsene. Im Kinder-Umwelt-Survey 2003/06 Hausstaub - KUS und weiteren Studien konnte ein Zusammenhang zwischen der Hausstaubkonzentration einzelner Substanzen und der in den Körper aufgenommenen Dosis nachgewiesen werden.
Im Vortrag werden die Referenten:innen von ihrer interessanten "Detektivarbeit" beim Aufspüren von Schadstoffquellen und den Lösungsmöglichkeiten in der Praxis berichten.
Aus jahrelanger Erfahrung und aus einer wissenschaftlichen Herangehensweise heraus wird grundsätzlich der Einsatz von gesundheitsschädlichen Chemikalien hinterfragt, und es wird sich insbesondere kritisch mit Grenzwerten auseinandergesetzt. Diese berücksichtigen nicht die Kombinationswirkungen von mehreren Schadstoffen, wie sie in der Praxis erfahrungsgemäß sehr häufig vorkommen.
Generell sollte z. B. für krebserregende und hormonell wirksame Gift-Chemikalien das Vorsorgeprinzip angewendet werden. Das heißt, sie sollten vollkommen aus dem Lebensumfeld des Menschen verschwinden, da auch die geringsten Mengen z. B. das Risiko erhöhen, an Krebs zu erkranken.
Das besonders wichtige Thema des Vermeidens oder zumindest des Minimierens von Belastungen wird ausführlich behandelt. Es wird die Forderung einer Beweislastumkehr begründet. So sollte z. B. eine Chemikalie, ein Produkt oder ein Produktionsverfahren nur dann erlaubt werden, wenn bewiesen ist, dass keine Schäden für Umwelt und Gesundheit entstehen.
Um Belastungen für die Gesundheit in Gebäuden zu vermeiden, ist Vorsorge besser als Nachsorge.
Die Referenten:innen freuen sich auf Fragen, und eine lebendige Diskussion ist ausdrücklich erwünscht.

DIESE PRÄSENZ-VERANSTALTUNG WIRD NACH 2G-Regeln DURCHGEFÜHRT, DAS HEISST ZUM ZUTRITT IST DER NACHWEIS DER CORONA-IMPFUNG ODER -GENESUNG ERFORDERLICH. Die Veranstaltung wird zeitgleich online übertragen. Das bedeutet, dass Sie ohne 2G-Status oder wenn die Platzkapazitäten vor Ort ausgeschöpft sind auch online teilnehmen können. Für eine Teilnahme vor Ort bitte unter dieser Kusnummer 21B5312 anmelden. Für eine Onlineteilnahme bitte unter der Kusnummer 21B5313 anmelden.
Sollte eine Präsenzveranstaltung zu diesem Zeitpunkt der Veranstaltung nicht möglich sein, wird der Vortrag gänzlich online stattfinden.

Dipl. Umweltwissenschaftlerin Frauke Heimsoth und Dipl.-Ing. Gary Zörner bei der Analytik von Schadstoffen und Wohngiften im Labor. Foto Konczak




VHS / Raum 08


Kurstermine

Anzahl: 1 x