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24A1105 Die Anwendung der völkischen Nazi-Sippengesetze in Delmenhorst

Beginn Do.,14.03.2024 , 19:00 - 20:30 Uhr
Kursgebühr entgeltfrei
Dauer 1 Termin
Kursleitung OStD a.D., RA Dr. Norbert Boese

Mit Zwangssterilisation unfruchtbar gemacht - rassistische  Unterdrückung, um "rassisch wertvolle, kinderreiche Familien zu erhalten".

420 "Sippenakten" des Staatlichen Gesundheitsamtes Delmenhorst konnten vor der Vernichtung bewahrt werden, auch die Sippenakten der damals selbständigen Gemeine Hasbergen.
. Sie zeigen authentisch, wie Nazi-Deutschland "Sippenrecht" praktiziert hat, bis zu Eingriffen in die Gesundheit der Bürger:innen bei sog. "Erbkrankheiten" durch Zwangssterilisation, auch im damaligen städt. Krankenhaus.
Das " Erbgesundheitsgesetz "   von 1935 und das "Gesetz  zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" von 1933 sollten dem deutschen Volk " mit einer artgemäßen Erb- und Rassenpflege eine ausreichende Zahl erbgesunder, für das deutsche Volk rassisch wertvoller, kinderreicher Familien sichern."  Der Zuchtgedanke stand im Mittelpunkt.
Diese Rassengesetze waren die Grundlage vielfacher rassistischer Unterdrückung und führten zu etwa 350 000 demütigenden  Zwangssterilisationen im Deutschen Reich, auch in Delmenhorst.
Der Staat schlug über neue Erbgesundheitsgerichte unbarmherzig zu und verfolgte Menschen, die nach einer vagen und wissenschaftlich unsauberen Definition "erbkrank" waren, um sie durch chirurgischen Zwangseingriff unfruchtbar zu machen.
Richter und Chirurgen halfen dabei mit.
Aus purem Rassismus wurde die Würde der Betroffenen verletzt und zerstört, in einem nicht rechtsstaatlichen Verfahren voller Willkür.
Die Namen der Opfer bleiben geheim, die der Täter nicht.

Eine Kooperation mit dem Heimatverein Delmenhorst e.V.



Kurstermine

Anzahl: 1 Termin

vhs / Raum 14




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